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In öffentlichen Gebäuden soll jetzt kräftig gespart werden – Ressourcen-Sparprogramm der Stadt Geislingen vorgestellt

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(Geislinger Zeitung, 15.10.04)

Um Energie einzusparen hat die Stadt Geislingen an der Steige das Wissen und Können kommerzieller Energieberater eingekauft. Nun sollen die Vorschläge in öffentlichen Gebäuden umgesetzt und damit jährlich rund 170 000 Euro eingespart werden.

Zwischen Licht aus, wenn der letzte den Raum verlässt und High-Tech per Internet bewegt sich das Ressourcen-Sparprogramm, das Josef Konradl und Klaus Grepmeier von der Regensburger Firma ZREU (Zentrum für rationelle Energieanwendung und Umwelt GmbH) für die Stadt Geislingen ausgearbeitet haben. Am Mittwoch stellten die beiden Diplom-Ingenieure ihre Ideen den Geislinger Schulleitern, Hausmeistern, Lehrern und Kindergartenleiterinnen im Kapellmühlsaal vor. Dieser Personenkreis ist es nämlich, der in den 80 Liegenschaften der Stadt - vom Rathaus über Schulen und Sporthallen bis hin zu den Friedhöfen - künftig für die Umsetzung der Sparvorhaben zuständig ist.

Vor allem an Schulen sollen so genannte Energieteams, bestehend aus Lehrern, Schülern, Hausmeister und Eltern für das Energiesparen verantwortlich sein. ''Dann können'', so Konradl, ''gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: das ökologische Bewusstsein wird geschärft, es wird zum sorgfältigen Umgang mit den Ressourcen erzogen und ökonomisch können immerhin zehn Prozent jährlich eingespart werden.''

Auftaktveranstaltung zum Ressourcensparprogramm in Geislingen: (von links) Klaus Grepmeier, Josef Konradl (beide ZREU), Oberbürgermeister Wolfgang Amann, Stadtbaumeister Karl Vogelmann, Joachim Burkert (Stadtbauamt Geislingen), Volker Sonntag (KEVAG)


Einen entsprechenden Maßnahmenkatalog erstellen die Energieexperten nach den Gebäudebegehungen im November. Rechnen wird sich das für alle Beteiligten, versprach Stadtbaumeister Karl Vogelmann, der die eingesparten Kosten aufteilen will: 35 Prozent bekommen die Energiesparer, weitere 35 Prozent werden wieder in die Instandhaltung der Gebäude investiert und 30 Prozent streicht die Stadt als Gewinn ein. Überprüft wird das Ganze - zumindest teilweise - per Internet. Alle 15 Minuten können die aktuellen Energiewerte grafisch auf dem Monitor oder dem Handy-Display dargestellt werden. Die entsprechende Hard- und Software liefert die Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs-AG (KEVAG). Die Anzahl dieser High-Tech-Geräte ist allerdings begrenzt und wird an ausgesuchten Gebäuden eingesetzt. Die notwendigen Messimpulse erhält die KEVAG vom Energieversorger. In den nicht vernetzten Gebäuden muss der herkömmliche Ableser ran und das Vorher und Nachher miteinander vergleichen. ''Grundsätzlich geht es uns um Energiesparmaßnahmen, die nichts oder wenig kosten'', betont Klaus Grepmeier von der ZREU. Gespart wird bei der Verschwendung, nicht beim Notwendigen. Dringend erforderliche Baumaßnahmen können dadurch nicht ersetzt werden, aber dafür ist das Geld ja ohnehin nicht da.''

Individuell zugeschnittene Schulungen, Nutzerinformationen und jährlich stattfindende Wettbewerbe sind als Ansporn für die Energieverantwortlichen vorgesehen. Dazu kommt der ständige Kontakt zu den Energieberatern und zu den Vertretern der Geislinger Stadtverwaltung. Sie verteilen so genannte Energiekennzahlen und stellen damit fest, wer der größte Sparer ist. Das Ganze ist über einen Zeitraum von sieben Jahren geplant, danach soll das Projekt zum Selbstläufer werden.

''Wir wollen damit ein Zeichen setzen'' argumentiert Oberbürgermeister Wolfgang Amann und appellierte an den vernünftigen Umgang mit den Ressourcen. Nicht zuletzt ist damit auch das Budget der Stadt gemeint, die für Strom, Wasser und Müllbeseitigung jährlich 1,7 Millionen Euro ausgeben muss.

Geislingen, 15. Oktober 2004

PDF [3,6 MB] dt.
Präsentation Ressourcen-Sparprogramm